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V+M AKTUELL - AK-2011-49-02 - Köln 05.12.2011
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![]() Ixodes GmbH: Fraunhofer-Presse 12-2011 berichtet
Hilfe nach Zeckenstich Im Frühling kommen sie hervor und jedes Jahr breiten sie sich weiter aus – die Zecken. 30 Prozent der Parasiten übertragen Borrelien, Erreger der Lyme-Borreliose, die Gelenke und Organe schädigen kann. Die Krankheit bleibt oft unerkannt. Ein neuartiges Gel soll künftig – nach dem Zeckenstich aufgetragen – einer Infektion vorbeugen.
Jahrelang litt Frau S. an Gelenk- und Kopfschmerzen. Nach einer Odyssee durch die Wartezimmer von Ärzten diagnostizierte ein Mediziner Lyme-Borreliose – eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Beim Stich hatte der Parasit die Bakterien eingeschleust, die sich dann im ganzen Körper ausbreiteten. Frau S. ist kein Einzelfall – die Krankheit wird oft zu spät, gar nicht erkannt oder falsch behandelt. Vor allem, wenn die charakteristische Rötung rund um die Stichstelle ausbleibt, sind Ärzte ratlos. Unbehandelt kann eine Lyme-Borreliose Rheuma-ähnliche Beschwerden auslösen, Gelenke, Muskeln sowie Nerven schädigen und Organe befallen.
Rechtzeitig entdeckt lässt sie sich gut therapieren.
Weisen Patienten krankheitsspezifische Symptome wie die Wanderröte auf,
verschreiben Ärzte für einige Wochen Antibiotika. Ist die Krankheit jedoch weit
vorgeschritten oder wie im Fall von Frau S. chronisch, lässt sie sich nur noch
schwer bekämpfen. Eine zugelassene Therapie zur Prophylaxe liegt derzeit nicht
vor, ein Impfstoff gegen die Infektion fehlt. Künftig soll ein neuartiges Gel
die Infektion bereits im Keim ersticken: Betroffene müssen es sofort nach dem
Zeckenstich lokal auftragen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie
und Immunologie IZI in Leipzig entwickeln das Medikament in enger Zusammenarbeit
mit der Schweizer Ixodes AG und dem Institut für Infektionsmedizin und Zoonosen
der LMU München. Für die Rezeptur des Präparates zeichnet die Ixodes AG
verantwortlich, die präklinischen Studien und die serologischen Untersuchungen
führen das IZI und die LMU durch. Impressum/Herausgeber:
MEDIENDIENST 12 l 2011
Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie
Perlickstr. 1
Kontakt:
Dr. Jens Knauer
Presse:
Jens Augustin Link | ||
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